8 Tipps für deine Meditationspraxis

Meditation ist weit mehr als ein Streßbewältigungstool für Burnout geplagte Manager. Meditation ist in der Gesellschaft angekommen und viele Menschen meditieren regelmäßig. Aber warum?

Die Forschung arbeitet seit Jahren daran, die positiven Wirkungen der Meditation auf das menschliche Gehirn zu belegen. Beim Healing Summit 2017 in der vergangenen Woche in Berlin hielt die amerikanische Neurowissenschaftlerin Dr. Marjorie Woollacott der University of  Oregon und  Verfasserin  des Buches: „Infinite  Awareness:  The  Awakening  of  a  Scientific  Mind” einen sehr inspirierenden Vortrag darüber, wie Meditation das Mitgefühl mit uns selbst und anderen erhöhen kann.

 

Studien belegen die positive Wirkung der Meditation

Yoga Fotografie
© Simone Leuschner www.focusonyoga.de

Dr. Woollacott erläuterte in ihrem Vortrag eine Studie, bei der Probanden acht Wochen lang dreimal täglich meditierten. Die Wissenschaftler verglichen drei Probandengruppen, eine Gruppe meditierte nicht, eine zweite Gruppe praktizierte Achtsamkeitsmeditation, die dritte Gruppe erlernte eine spezielle Mitgefühlsmeditation. Die meditierenden Probanden zeigten deutliche Veränderungen in der Hirnstruktur. Die Dichte der Hirnregionen im Hippocampus, die für Selbstwahrnehmung und das Mitgefühl zuständig sind, erhöhte sich und das Mitgefühl der Meditierenden stieg. So verstärkte sich nicht nur das grundlegende Wohlwollen und die Empathie anderen gegenüber. Weiterhin konnten die Probanden in einem Raum mit vielen Menschen 50 Prozent mehr Personen identifizieren, die Hilfe benötigten, als die Kontrollgruppe, bei der es nur 15 Prozent waren.

 

Wie kann ich meine Gedanken stoppen?

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© Felix Matthies/ Yoga Travel & Friends

Wenn auch Du die positiven Wirkungen der Meditation für Dich nutzen möchtest, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt mit einer regelmäßigen Mediationspraxis zu beginnen. Aber aller Anfang ist schwer. Gerade zu Beginn fragen sich viele wie sie es schaffen sollen, für eine längere Zeit ihre Gedanken anzuhalten, also an nichts zu denken. Ist es überhaupt möglich an nichts zu denken? Die gute Nachricht ist, ja es ist möglich! Mediation ist mit regelmäßiger Praxis erlernbar.

 

Daher haben wir für Dich 8 Tipps für den Einstige in deine Mediationspraxis zusammengestellt:

  • Denken kann stoppen, aber du kannst es nicht stoppen! Es stoppt von ganz allein.
  • Deine Bemühung mit dem Denken aufzuhören führt zu einer stärkeren Bewegung deiner Gedanken, da der Gedanke an das Stoppen die anderen Gedanken überlagern wird.
  • Sogar wenn du das Gefühl hast, dass du für einen Moment keine Gedanken hattest, hast du gedacht, da diese Wahrnehmung nur an der Oberfläche stattgefunden hat und in tieferen Ebenen deines Verstandes das Denken fortfährt.

Was also tun? Diese 5 Punkte können das Problem lösen und zur ersehnten Gedankenstille führen:

  • Sei wachsam: Sei dir der Bewegung deines Verstandes gewahr und beobachte die Gedanken, wie sie kommen, verweilen und verblassen, ohne gegen sie zu sein.
  • Analysiere nicht: Wenn Du anfängst deine Gedanken zu beobachten, wirst Du oft mit dem einen oder anderen Gedanken mitgerissen werden und fängst an dem Gedanken nachzugehen, das heißt Du bist wieder involviert ins Denken. Wenn Du das bemerkst, komme einfach zurück und bleibe fokussiert.
  • Wenn Deine Aufmerkasamkeit sich stabilisiert hat wirst Du merken, dass die Gedanken nach und nach verblassen und sich das Intervall zwischen zwei Gedanken vergrößert. In diesen Gedankenlücken kannst du die Essenz des Meditierens erleben, die Stille, den ´no-mind´- Status.
  • Lasse nun nicht deine Erwartungshaltung eintreten, die an solchen Momenten festzuhalten versucht! Bleibe gewahr und wenn Gedanken erneut erscheinen, lasse sie sein, gib ihnen Freiheit das zu tun, was sie möchten, während du aufmerksam beobachtest, bis auch sie verblassen.
  • Wenn du ehrlich und regelmäßig meditierst, wirst Du nicht nur einen Zustand der Gedankenstille erleben, sondern auch Momente absoluter Stille und Glückseligkeit.

Wenn Du gerade anfängst oder interessiert bist die wunderbare Kunst des Meditierens zu erlernen, empfehlen wir Dir mit verschiedenen geführten Meditationen zu beginnen, damit Du den Kern von Meditation richtig verstehen und erfahren kannst, bevor Du dann später in die stille Meditationspraxis übergehst. Einmal die Essenz des Meditierens erfahren, wird sie für immer in Deiner Praxis mit Dir sein.

 

Diese Apps unterstützen Dich beim Einstieg in die Meditation

Es gibt verschieden Apps die dich dabei unterstützen. Meditation Easy bietet zum Beispiel 30 verschiedene geführte Meditationstechniken an. Zum Beispiel die Technik Gedankenstille zeigt dir wie deine Gedanken von alleine stoppen können und die Technik Loslassen begleitet dich beim Loslassen von all dem, das du unnötig mit dir trägst.

Auch mit der deutschen 7Mind App kannst du geführte Mediationen erlernen, das englischsprachige Vorbild ist Headspace. Probiere es aus!


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