Meditation mit Anna Trökes über unseren heilen, unverletzlichen Wesenskern

In diesen herausfordernden Zeiten, die durch eine für uns unbekannte Dynamik des Wandels gekennzeichnet sind, scheint es mir äußerst wichtig, dass wir Ruhepole finden. Yoga sagt, dass alles im Außen – auch das, was immer so war, wie wir es kennen, auch der vertrauteste Mensch – immer gefährdet ist, vom Wandel ergriffen zu werden. Das einzig Verlässliche ist das Unwandelbare in uns – etwas, das im Yoga »Wesenskern« genannt wird.

Yoga lädt uns ein, diese Instanz in uns zu entdecken und eine solide, belastbare Beziehung zu unserem innersten Sein zu etablieren – als Zuflucht und Ort der Ruhe und Regeneration. Die folgende Meditation lädt Dich ein, diese Instanz in Dir zu entdecken.

Meditation über unseren heilen, unverletzlichen Wesenskern

Jeder von uns kennt das Gefühl, das in uns etwas lebt, das sich nicht mit den Geschehnissen in unserem Leben verbindet. Es ist alterslos, denn es hat kein Gefühl für Alter. Es ist formlos, denn es ist ganz klein – wie ein Same – und füllt uns doch ganz aus. Es hat nichts damit zu tun, wer oder was wir sind, denn es interessiert sich nicht dafür. Es ist durch nichts zu verletzen, denn es hat keinerlei Angriffsflächen. Das ist unser innerstes Wesen, das im Yoga Selbst, Purusha oder Seher genannt wird.

Um es spüren zu können, müssen wir immer wieder mit dieser Ebene in uns in Kontakt treten. Nur so kann in uns nach und nach die Gewissheit entstehen, dass unser Wesenskern in seiner tiefen Ruhe und Unverletzlichkeit uns eine Zuflucht bietet – auch und vor allem dann, wenn die Umstände sehr herausfordernd sind.

 

Lass es uns gleich üben:

<<Meditation als Audio hören>>

Komm in eine bequeme Sitzhaltung oder leg Dich hin.

Schließ die Augen.

Führe nun einige Mal ganz bewusst Deine Hände von außen dorthin, wo Du Deine Mitte erfährst. Es kann am Becken sein, am Bauch oder über dem Herzen …. – lass Dich leiten von Deinem Gefühl….

Lass dann die Hände dort liegen und zieh Dich mit Deiner Wahrnehmung ganz in Dich zurück. Lass Dich ein auf Deinen inneren Raum – auf Dein innerstes Sein….

Spüre in großer Sanftheit und Offenheit in Dich hinein… und suche dort das in Dir, was unberührt von allen Freuden und Sorgen ganz tief in Dir ruht.

Es ist das, was sowohl unberührt wie ein Kind als auch uralt und erfüllt von Weisheit ist.

Es ist das Bewusstsein an sich, was Dich innerlich ausfüllt, ohne je Form anzunehmen. Es ist die Kraft in Dir, die es möglich macht, dass Du – irgendwann – jeden Kummer überwinden kannst.

Es ist das in Dir, was immer heil bleibt.

Verbinde Dich mit dieser Empfindung.

Wenn Du unsicher bist, ob Du Dein innerstes Wesen spüren kannst, stell es Dir einfach vor – egal, in welcher Form es sich auch zeigen mag. …

Verweile so, ganz in Deiner Mitte ruhend…und spüre die Sicherheit der Zuflucht, die Du Dir selbst bietest…

Um die Übung zu verlassen, vertiefe die Atmung. Nimm die Empfindung Deines durch nichts zu erschütternden Wesenskerns mit in Deinen Alltag.

 

Und denke daran – gerade in schwierigen und aufwühlenden Zeiten: Mit der Verbindung zu Deinem Wesenskern schaffst Du Dir in Deinem Inneren einen Ruhepol, der es Dir immer wieder ermöglicht, schnell zu Dir zu kommen.
Und erst aus dieser Ruhe kann uns wieder die Klarheit des Geistes erwachsen.

 

Namasté!
Alles Gute – vor allem eine stabile Gesundheit
Wünscht Euch Anna Trökes