Raus aus dem Yogastudio – rein in die Natur!

Wer Yoga regelmäßig praktiziert weiß um das wundervolle Gefühl, dass sich nach einer Yoga-Session einstellt. Du fühlst dich als lebendige Einheit und spürst dich wieder im natürlichen Flow des Lebens statt als Funktionseinheit der hektischen, künstlichen Lebensumstände mit denen du täglich einen Kompromiss eingehen musst. Yoga bringt dich zurück in einen naturgegebenen, ursprünglichen Fluss, in dem die Energien deines Körpers und deines Geistes im Einklang sind. Das ist das, was Yoga wörtlich verheisst: Vereinigung. Vereinigung mit dem irdischen Selbst und auch Vereinigung mit dem, was deine Existenz noch zusätzlich ausmachen mag, auch wenn dies „Andere“ nicht konkret benannt werden kann. Das „Andere“ und du, wir alle sind Teil der Schöpfung und wir sind ganz konkret Teil der Natur, die uns auf Erden umgibt. Was liegt da näher, als die belebende Praxis des Yoga, die uns mit unserer Natürlichkeit zurück verbindet, in der Natur zu praktizieren?

Sommer, Sonne, Wärme

Wie immer kann es der Himmel, namentlich Petrus, den Menschen nicht recht machen mit dem Wetter. Den einen ist es zu kalt oder zu windig und wenn es warm wird, wird es gleich zu warm. Beginnt es zu regnen, sind die Sommerfans wieder beleidigt, wenn vergessen wird, dass die Natur und der Mensch Wasser zum Überleben benötigen. Kein einfaches Los ist das für die Kräfte, die im Himmel für das Wetter zuständig sind. Ok, im Sommer ist es warm.

Mach mal kurz deine Augen zu, atme ein und atme sanft und lange über eine deiner Handflächen aus, die du ungefähr 20 Zentimeter möglichst waagerecht von deinem Mund hältst. Spüre die kühlende Wirkung dieser kleinen Atemübung. Mache sie solange du möchtest und wechsele auch mal die Hand dabei. Die Übung kannst du immer und überall machen, wo und wann immer es heiß hergeht und dir der Kopf glüht.

Baumwipfel

Verlockende grüne Kühle

Und dann stell dir noch vor, statt in einem Büro oder ähnlichen zu sitzen, sitzt du in einem satt-grünem Wald. Du bist umgeben von beeindruckend hohen Bäumen, die dir Schatten spenden. Nicht in einem Park, wo hier und da mal wunderschöne Bäume stehen, sondern in einem richtiger naturbelassenen Wald mit Nadel- und Laubbäumen. Und in diesem sommerlichen Märchenwald macht du deine Yoga-Session. Allein oder mit anderen Leuten, ganz wie du es magst. Du atmest reine Luft mit gerade frisch produzierten Sauerstoff, den die Bäume uns liebevoller Weise mit Hilfe von Photosynthese zur Verfügung stellen. Und nicht nur das. Bäume absorbieren auch noch das für Menschen schädlich Kohlendioxid, das unser Organismus als Abfallprodukt des Stoffwechsels ausatmet. Bäume und Menschen leben in einer Synthese – was liegt also näher, als das lebendiger machende Gefühl der inneren Harmonisierung einer Yoga-Sequenz mitten im Wald zu intensivieren.

Bäume sind Freunde

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Bäume nicht nur die Freunde der Menschen sind (und hoffentlich auch umgekehrt), sondern Bäume, so mächtig groß und prächtig erhaben sie auch sein mögen, keine Einzellebewesen sind. Sie leben in großen Waldgemeinschaften, sie kommunizieren miteinander, sie leiden und gedeihen gemeinsam und sie vorsorgen ihre Ableger über unterirdische Verbindungen vom Stammbaum aus, – ganz so wie eine tierische oder menschliche Mutter ihre Kinder säugt. Das was Sigourney Weaver im fantasievollen Film Avatar erklärt und verdeutlicht, wie alles in der Natur des Planeten Pandora miteinander verbunden ist und voneinander abhängt, ist auf der Erde Realität. Der Wald und seine Bäume wurde bisher verkannt, denn der berühmte deutsche Wald in dem du stehst, ist nicht viele, sondern ein Lebewesen, das dich umhüllt, nährt und heilt. Auch zur Heilungskraft des Waldes gibt es aktuelle Studien: Nachweislich reichern sich unsere Blutzellen intensiv mit Sauerstoff an, hormonelle Dysbalancen werden ausgeglichen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen verbessern sich durch regelmäßigen Aufenthalt im Wald und unsere Haut (das größte Entgiftungsorgan des menschlichen Körpers) erlebt einen natürlichen und kostenfreien Detoxeffekt.

 Yoga am See

Yoga-Lifestyle im Wald

Ein paar Regeln sollte dir bei deiner Yoga-Session im Wald „natürlich“ am Herzen liegen und aus Respekt vor der Vitalität der Natur beachtet werden. Möglichst keine Sprösslingen niedertreten, eher wie eine Fee durch den Wald schweben. Für deine Yogamatte suche einen Platz mit Gras, Laub oder Kiefernadeln, die den Boden bedecken. Denk auch an dich, indem du dich vor Mückenstichen, Zeckenbissen und Ameisenbefall schützt.
Und dann: Raus aus dem Yogastudio – rein in den Wald (oder wo immer es dich in der Natur hinzieht). Mit Respekt und Achtsamkeit profitieren Mensch und Natur gemeinsam von diesem Yoga-Arrangement outdoor. Yoga Travel Friends bietet eine hübsche Auswahl an Yogareisen, die im Wald, in den Bergen, an Seen oder am Meer stattfinden. Es gibt mehr Yogaplätze in der Natur als Yogastudios auf der Welt.

Atmen wie ein Baum

Wenn du deine Asanas unter dem grünen Schutz der Bäume machst, verbinde dich bewusst über deine Füße mit der Energie der Erde, verbinde dich über deine Arme mit den Bäumen, denen du symbolisch deine Hand reichst. Spüre den Himmel, der dir das Licht sendet, das dich mit prickelnder Lebenskraft erfüllt.

Yoga im WaldVor oder nach deiner Yoga-Session im Wald, mach diese Atemmeditation:

Setze dich im Schneider- oder Lotussitz auf deine Matte.

Richte deinen Oberkörper auf.

Führe die Handflächen aneinander zu deinem Herzchakra.

Atme bewusst langsam ein und führe dabei die Arme mit aneinanderliegenden Handflächen über deinen Kopf gen Himmel.

Halte einen Moment der Atemstille während du deine Finger spreizt wie ein Baum, der seine Baumkrone ausdehnt.

Spüre, wie du gen Himmel wächst und die Bäume in deiner Umgebung dich erheben.

Atme dann lange und bewusst aus während du deine Arme seitlich nach unten führst.

Spüre wie die Erde dir Kraft über deinen „Baumstamm“, deine Wirbelsäule zuführt.

Schöpfe metaphorisch Energie aus der Erde und führe deine Hände wieder zur Mitte deiner Brust.

Verweile dort mit aneinanderliegenden Handflächen in Dank und Liebe zur Natur und zum Leben.

Dann beginne den Zyklus der Atemmeditation von neuem.

Empfehlenswert ist die Bewegung als Meditation 20 Mal zu wiederholen, es darf aber auch mehr oder weniger sein … tue was dir guttut während du für die Bäume und dich sorgst.

 

Im nächsten Blog in einigen Wochen gibt es wie immer mehr zum »Yoga-Lifestyle« – mit Yoga das Leben leben«.

 

Eure
Birgit Feliz Carrasco


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