Leidenschaft hinter der Linse: Yogafotografin Simone Leuschner im Portrait

„Soo, jetzt mal aufstellen, nicht bewegen, Position halten, Bauch einziehen und – bitte lächeln!“ Solche Sätze hört man bei einem Fotoshooting mit Simone wohl eher selten bis nie. Wer sich mit der 41-jährigen Düsseldorferin zum Fotografiert-Werden verabredet, der wird erst mal mit einer großen Portion Herzlichkeit, guter Laune und einem kleinen Plausch begrüßt. Simone ist quirlig, sie strahlt und erzählt und packt dabei ganz wie nebenbei ihre Fotoausrüstung aus. Man kann gar nicht anders, als sich locker und entspannt zu fühlen. Und während man sich gerade noch darüber freut, dass es so nett ist mit Simone, kann es passieren, dass es plötzlich „klick“ macht und da ein spontaner Schnappschuss entstanden ist. Quasi zum Aufwärmen, aber nicht selten auch für sich genommen schon ein Foto, dass durch seine Authentizität und Ungestelltheit überzeugt.

Voller Körpereinsatz © Nina Buchheim
Voller Körpereinsatz © Nina Buchheim
Angucken macht ja immer am meisten Spaß © Nina Buchheim
Angucken macht ja immer am meisten Spaß © Nina Buchheim

Dass Fotografieren für Simone nicht einfach nur ein Job ist und Yoga nicht bloß ein Motiv, das merkt man schnell. Wie bei so vielen von uns war es bei Simone zunächst die ganz private Entdeckung von Yoga, die erst ihre Lebenseinstellung und später dann auch ihren Lebensweg entscheidend beeinflusste.

Neue Perspektiven: Durch Yoga, auf Yoga

Als gelernte Fotografin hatte sie viele Jahre als Fotografieassistentin und Bildredakteurin gearbeitet, als die Suche nach Ausgleich zum stressigen Joballtag sie zu Meditation und Yoga brachte. Betrachtet man Simones Bilder, dann kann man sich gut vorstellen und förmlich sehen, wie das Aufstoßen dieser Tür ihren Blickwinkel weitete, ihren Fokus verschob und ihre Perspektive tiefer und – ja, ganz wörtlich – auch bunter machte.

Natascha Kiessler © Simone Leuschner
Natascha Kiessler © Simone Leuschner
Nicole Bongartz © Simone Leuschner
Nicole Bongartz © Simone Leuschner

Der Wunsch danach, sich intensiver mit Yoga auseinanderzusetzen brachte Simone 2012 zu einer Yogalehrerausbildung bei Vishnus Vibes. Parallel dazu entdeckte sie auch ihre Leidenschaft für die Fotografie neu, denn mit dem Yoga kamen auch neue Ideen für Motive. Simone: „Fotos bilden nicht nur einfach ab. Fotos können Momente festhalten, Gefühle und Empfindungen widerspiegeln.“ Was für ein wunderbares Mittel sind sie also, die Liebe zum Yoga zu transportieren und auszudrücken!
Die Verbindung ihrer beiden Leidenschaften, die Neugier auf Menschen, der Blick auf Hingabe und Freude am Yoga – all das bekam schließlich den Namen Focus on Yoga, unter dem Simone seither durch ganz Deutschland reist und Yogis in ihren Studios, zu Hause oder auf Konferenzen fotografiert.

Wanderlust-Festival © Simone Leuschner
Wanderlust-Festival © Simone Leuschner
Nicole Bongartz © Simone Leuschner
Nicole Bongartz © Simone Leuschner

Aber auch eher ungewöhnliche Orte und Verbindungen sind für Simone kein Fremdwort: Für unsere Urban Yoga Berlin-Reise schnappte sie sich kurzerhand Yogalehrerin Jelena Lieberberg und setzte sie im Berliner Großstadtdschungel gekonnt in Szene. Simones Urban-Fotos spiegeln auf feinfühlige Art und Weise das Lebensgefühl wider, das uns als Yogis in modernen Großstädten vereint. Und sie laden dazu ein, auch im hektischen Alltag einfach mal innezuhalten, zu atmen, sein zu lassen. Und – auch das passt so schön zu Simone – ein bisschen witzig darf’s natürlich auch mal sein.

Jelena Lieberberg © Simone Leuschner
Jelena Lieberberg © Simone Leuschner
Jelena Lieberberg © Simone Leuschner
Jelena Lieberberg © Simone Leuschner

Yoga als Business? Ja, aber…

Yoga und Beruf – eine Verbindung, die nicht immer ganz unkritisch beäugt wird. Auch Simone macht sich darüber so ihre Gedanken: „Yoga und Business ist eine schwierige Kombination, in der man sich schnell verleiten lassen kann, immer noch mehr zu wollen. Auch ich lebe und arbeite in diesem Business. Und ‚bewusste‘ mich immer wieder. Meine Shootings suchen seither nicht mehr nach einer Peak Asana. Ich fühle mich als Betrachter und Begleiter und schaue ein wenig voraus: Yoga ist. So, wie es ist.“
Oft sitzt Simone vor einem Shooting mit dem Yogamodel zusammen. Sie schließen die Augen, atmen und fühlen. Welches Thema ist da, welches Gefühl? Das Shooting beginnt fließend: Dehnen, Atmen, Mobilisieren. Ein Konzept scheint überflüssig, weil ohnehin passiert, was passieren will. Nicht nur Fotos tief in Asana entstehen auf diese Weise – Simone ist detailverliebt in Mudras, Ausrichtung und Ästhetik.

"Cool Yoga Dortmund" © Simone Leuschner
“Cool Yoga Dortmund” © Simone Leuschner
"Cool Yoga Dortmund" © Simone Leuschner
“Cool Yoga Dortmund” © Simone Leuschner

Und wie sieht’s aus mit Unterrichten? Immerhin ist Simone ja auch ausgebildete Yogalehrerin. Sie lacht: „Später vielleicht! Dafür ist es mir noch zu früh. Welches Yogawissen kann ich denn nun bereits weitergeben, nach 6 Jahren? Dazu gehört viel Praxis und viel Erfahrenes. Patrick Broome machte mit meiner Kamera einmal ein Foto von mir mit einer Gruppe von Yogis im Gespräch und schrieb dazu: ‚Schau mal, Dein erster Satsang.‘* Das war lustig und hatte schon was …. .“(*„Satsang“ ein Zusammentreffen mit einem spirituellen Lehrer)

Christiane Wolff © Simone Leuschner
Christiane Wolff © Simone Leuschner
"Cool Yoga Dortmund" © Simone Leuschner
“Cool Yoga Dortmund” © Simone Leuschner

Fest steht: Simone ist Yogafotografin aus Leidenschaft. Mit dem Herz am rechten Fleck und der ihr eigenen Mischung aus Tiefgang und Leichtigkeit fotografiert sie sich durch die Yogawelt und schafft auf diese Weise neben einzigartiger Kunst auch wertvolle Verbindungen zwischen den Menschen. Gut möglich, dass dir Simone auch mal über den Weg läuft – zum Beispiel auf einem Event, ganz spontan und natürlich mit Kamera. Wer sich darauf nicht verlassen möchte, kann sie aber natürlich auch buchen – auf ihrer Website, über Facebook oder auf Instagram.


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